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  • Tobias Hekermann

Ringe von denen...

In der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses kam es zu einem für uns nicht nachvollziehbaren Abstimmungsergebnis.

Der gute Vorschlag des Jugendrates, an innerstädtischen Müllbehältern sogenannte Pfandringe zu installieren, wurde gegen die Stimmen der Partei Die PARTEI, der sPD, der F.D.P.(!) und Bündnis90/Dings abgelehnt.

Die "Argumente" für die Ablehnung sind hanebüchen.

So soll z.B. verhindert werden, dass sich Kleinkinder an den Flaschen bedienen und sich Reste von Bier und anderen alkoholischen Getränken einverleiben. Wir bezweifeln dies stark, da uns solche Fälle aus anderen Städten, die bereits solche Pfandringe installiert haben, nicht bekannt sind. Zudem befürworten wir die sogenannte "Aufsichtspflicht". Vielleicht haben Sie schon davon gehört. Dass sich Jugendliche an den Alkoholresten bedienen, bezweifeln wir ebenfalls, da wir davon ausgehen, dass die im Zuge des Corona-Dings gestiegene hygienische Aufmerksamkeit vor allem der jüngeren Generation, diese davon abhält ekelhafte Restpfützen aus Bierflaschen unbekannter Herkunft zu konsumieren. Da ist der Gang zu einem der zahlreichen Büdchen, die sich nicht an den Jugendschutz halten, einfacher. Oder der Griff in Mamas oder Papas Schnapsregal. Desweiteren wurde "argumentiert", dass der Denkmalschutz eine Installation der Pfandringen verhindere. Stehen Mülleimer jetzt schon unter Denkmalschutz? Möglicherweise ist hier der ebenfalls regelmäßig zugemüllte Stadtbrunnen mit einem Müllbehälter verwechselt worden. *Zwinkersmiley

Der wahre Grund für die Ablehnung ist jedoch ein anderer. Es wird ein Image-Schaden für die Stadt befürchtet. Armut ist in Ratingen kein Thema. Pfandringe würden den BürgerX vor Augen führen, dass die Politik auf diesem Feld seit Jahren versagt. Es werden also Scheinargumente ins Feld geführt, zu Lasten derjenigen in unserer Gesellschaft, die sich tagtäglich einem nicht unerheblichen Verletzungsrisiko aussetzen müssen, um irgendwie über die Runden zu kommen. Jährlich werden in Deutschland Pfandflaschen im Wert von rund 180.000.000€ (in Worten: Einhundertachtzigmillionen) einfach weggeworfen. Eine nicht gerade geringe Summe, die den Bedürftigen mit einfachen Mitteln zur Verfügung gestellt werden könnte. Zudem ist es auch ein Beitrag zum Klimaschutz, da eine Rückführung ins Pfandsystem erhebliche Mengen an CO2 einspart.

Wir kritisieren auch, dass dem Anliegen jüngerer Ratinger BürgerX hier kein Gehör geschenkt wird. Es zeigt sich einmal mehr, für wen in Ratingen Politik gemacht wird. Für Die PARTEI Ratingen ist eine solche Haltung absolut nicht nachzuvollziehen.

Wir unterstützen deshalb mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln (leider sehr wenigen) die Aktion "Pfand gehört daneben".

Wir rufen alle RatingerX dazu auf, ihre Pfandflaschen neben die Mülleimer zu stellen! Die "Verschandelung" des Stadtbildes ist dadurch noch größer, als wenn die Flaschen in schönen, dafür vorgesehenen Pfandringen abgestellt werden. Vielleicht denken cDU und Burgerunion dann auch mal darüber nach, was sie mit ihrer ablehnenden Haltung anrichten. (Bei der "AfD" ist diesbezüglich ja Hopfen und Malz noch nie vorhanden gewesen...)

TRANSPARENTE KORREKTUR: Irrtümlich haben wir in der ersten Version geschrieben, dass nur Bündnis 90/Dings mit uns für die Installation der Pfandringe gestimmt haben. Das stimmt so nicht: Auch die sPD und die Spaßpartei F.D.P. (!) sind für die Installation der Pfandringe gewesen. Danke für den freundlichen Hinweis von Mathias Siegmund!

P.S.: Das erste Bild zeigt einen formschönen und funktionalen Pfandring. Das zweite Bild ist eine sehr professionelle Fotomontage und zeigt, wie es aussehen wird, wenn die BürgerX unserem Aufruf folgen.

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